[Abk.
für Digital Video Cassette Professional,
dt. »digitale Profi-Videokassette«]
DVC
Pro, von Panasonic entwickelte Variante des DV-Standards
(Digital-Video), bei der mit einer Datenrate von
25Mbit/s (3,1MByte/s, DVCPro 25) oder 50Mbit/s
(DVCPro 50) eine 18 Mikrometer breite Spur auf
einem Metallband aufgezeichnet wird. Das Videomaterial
wird bei NTSC-Systemen und PAL-Geräten im
Verhältnis von 4:1:1 (DVCPro50: 4:2:2) abgetastet,
es wird also, vereinfacht ausgedrückt, nur
bei jedem vierten bzw. zweiten Pixel eine Farbinformation
gespeichert (YUV). Herausragende Merkmale von DVCPRO
sind: Es besitzt eine Intraframe-Datenreduktion
von 5:1, wodurch auch das bildgenaue Schneiden
möglich ist. Die niedrige Kompressionsrate
garantiert zudem eine gute Bildqualität. Decoder
und Encoder für das digitale Videosignal sind
im selben Chip untergebracht. Das Speichermaterial,
also das DVC-Pro-Band, ist sehr kostengünstig.
Gegenüber einer DVC-Pro-Kassette mit einer
Laufzeit von 30 Minuten liegt zum Beispiel der
Preis für eine Festplatte mit der gleichen
Speicherkapazität (9,1GByte) rund 200-mal
höher. Für die Aufzeichnung werden DVC-Pro-Camcorder
(Camcorder) mit einer Aufnahmezeit zwischen 60
und 120 Minuten verwendet, zur Bearbeitung, z.B.
zum nichtlinearen Schnitt und zur Vertonung, sowie
zur Wiedergabe eines fertigen Programms, kommen
Studiolaufwerke zum Einsatz.
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