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„Der Markt wird härter“
Auf dem deutschen Tonträgermarkt herrscht ein derber Preiskampf. Es gibt in ganz Deutschland heutzutage nur noch halb so viele Plattenläden wie noch vor 20 Jahren. Dies mag wohl vorrangig an den Mega-Stores und den großen Warenhäusern liegen, die die CDs zum Teil zu absoluten Dumpingpreisen anbieten, um Kundschaft in den Laden zu locken. Diese Vorgehensweisen kann sich der kleine Einzelhändler natürlich nicht leisten. Etwa ein gutes Drittel der verkauften Platten geht in großen Mediakonzernen und Warenhäusern über den Ladentisch, und ungefähr genauso viel in den Fachgeschäften. Der Versandhandel per Post deckt circa 17 Prozent des Marktes ab.

Verkaufshitparade
Seit 1977 werden die deutschen Verkaufscharts im Auftrag des Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft (BPW) von der Baden-Badener Media Control ermittelt. Fast 20 Jahre lang füllten zahlreiche Plattenläden dazu wöchentlich einen Fragebogen aus, auf dem sich vorgedruckte Songs befanden. Dieses System stand unter Diskussion, da viele Insider vermuteten, dass die Plattengeschäfte bestochen werden könnten, um bestimmte Titel in den Charts zu pushen, um somit den Bekanntheitsgrad und die Nachfrage zu steigern. 1996 wurde die Hitparadenermittlung dann Schritt für Schritt auf das Online-System PhonoNet umgestellt, das die Verkaufsdaten direkt von den Computerkassen der Fachhändler nach Baden-Baden sendet.

Eines steht jedoch fest: Man muss schon viele Platten verkaufen, um in die Top 10 zu gelangen – und zwar ausschließlich in den Läden, die ihre Daten an Media Control senden.

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