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Der Alphakanal ist ein zusätzlicher Kanal, der in Rastergrafiken zusätzlich zu den Farbinformationen die Transparenz der einzelnen Pixel speichert.
Bei Bitmap-Grafiken,
in denen jeder Bildpunkt durch 32 bit beschrieben
wird, die letzten 8 bit, die für die Farbdarstellung
nicht benötigt werden. Während in den ersten
24 bit z.B. die Farbanteile von Rot, Gelb und Blau
dargestellt werden (damit können 16,7 Millionen
Farbnuancen wiedergegeben werden), können die
verbleibenden 8 bit für Zusatzinformationen
genutzt werden. Dies kann etwa die Transparenz des
farbigen Objekts sein, also die Stärke, mit
welcher der Hintergrund an jedem einzelnen Bildpunkt
durch das dargestellte transparente Objekt hindurchscheint.
Da 8 bit zur Verfügung stehen, können damit
28=264 Transparenzabstufungen dargestellt werden.
Dieses Verfahren wird als Alpha-Blending bezeichnet
und ist in einigen Grafikformaten, wie z.B. dem PNG-Format,
implementiert. In bestimmten 3D-Bildschirmkarten
ist eine Funktion zur Nutzung des Alpha-Blending
integriert. Da die Transparenz gleichwertig neben
die Farbinformation (die Farbanteile von Rot, Gelb
und Blau im RGB-Farbmodell) tritt, spricht man im
Zusammenhang mit Grafiken mit Alphakanal bisweilen
auch vom RGBA-Farbmodell. Angewandt wird das Verfahren
beim Überblenden mehrerer Grafiken, wobei die
Grafik im Hintergrund mehr oder weniger stark sichtbar
wird. Sehr effektvoll kann das Alpha-Blending zur
Darstellung von Nebel oder Rauch eingesetzt werden,
durch die Objekte unterschiedlich stark durchscheinen.
Auch beim Anti-Aliasing wird oft auf das Alpha-Blending
zurückgegriffen. |